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Mer sind us de
Aldestadt
Text und Musik: Jupp Schäfers
Ons Düsseldorf wöhd överall,
Dat is uns jo bekannt,
Die Kunst- und och die Jartenstadt
On "Klein-Paris" jenannt.
Wat heeßt dat denn schon,
"Klein-Paris",
Die Kö, die es eso jroß,
On wä et nachts jot kicke kann,
Dä süht, do es jet los.
Mer hant sojar 'ne Eifelturm,
Dä reckt sich in de Höh',
Dä steht im Rheinpark,
Owedrob, steht schön en blau MW.
Refrain:
Mer sind us de Aldestadt,
Us de Retematäng.
Mer spreche richtig Platt
On loope op de Häng.
Ons Aldstadt es bekannt,
Bes Korschenbroich on Norf.
Mer blose jett op "Klein-Paris",
Mer sind Jroß-Düsseldorf!
Mer hant et äwe schon jesaht,
Dat mer en Kunststadt sind.
Radschlare es en Kunst,
Kann bei ons jedes Kind.
On Mötter, die sind elejant,
Wat ons're Papas freut,
Trotz de Vierzig-Stonde-Woch
Als widder e neu Kleid.
Mer Jonges hant en Nietbox aan,
Die Weiter hant ne Stätz.
Wenn dat kenn Kunst es
Hammer allemole nix em Dätz.
Refrain
Ons Düsseldorf, ons Heimatstadt,
Met Halwe Hahn on Flönz,
Düsseldorf, du Jartenstadt,
Du häss ja so vell Jrönz.
On wä emol am Jröne Jong
E lecker Weit em Ärm
Et owens en de Dämmrung stung,
Dem schlug et Herz so wärm.
Em Hoofjaade noch stondelang
Mer soße Hank en Hank,
On schwuren ewije Treue ons,
Em Dunkle op de Bank.
Refrain
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Die Ratinger Strasse (Retematäng) vor dem II. Weltkrieg: Die Bierstrasse der
Düsseldorfer Altstadt
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Ratinger Strasse (Retematäng)
Die Ratinger Straße, die als Verlängerung der Straße "Altestadt"
von der Liefergasse bis zur Heinrich-Heine-Allee verläuft, wurde
schon ab 1384 bebaut, und zwar zunächst nur bis zum Ratinger Tor
an der Mühlengasse. Hier lagen ausser dem Kloster der
Coelestinerinnen, die in der Regierungszeit Herzog Wolfgang
Wilhelms (1614-1653) nach Düsseldorf gekommen waren, auch das
Kloster und die Kirche der Kreuzherren. Die Kreuzherren hatten
sich 1438 in Düsseldorf niedergelassen, 1443 wurde ihnen derPlatz
des bisherigen Hospitals an der Ratinger Straße zugewiesen. Die
zweischiffige spätgotische Hallenkirche, die zweite große Kirche
in der Stadt, wurde 1480 fertig, der barocke Turm stammt vom
Anfang des 18. Jahrhunderts. Nach der Säkularisation 1803 dienten
die Gebäude des aufgehobenen Ordens als Tabaklager, Pferdeställe,
Montierungsdepot (Kleiderkammer) und Finanzamt. Die im Zweiten
Weltkrieg schwer beschädigte Kirche ging 1958 in den Besitz des
Kölner Generalvikariats über und wurde ab 1959 wieder aufgebaut,
so dass hier 1968 nach über 150 Jahren wieder Messe gelesen werden
konnte. Das Haus rechts von der Kirche mit dem kleinen Giebel war
das Haus "Zum Schwarzen Horn", das von etwa 1470 bis ca. 1544 als
Rathaus der Stadt diente. Die Häuser der Ratinger Straße gehörten
bis ins 19. Jahrhundert hinein meist adeligen Hof- und
Regierungsbeamten. (website
der Stadt düsseldorf)
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Auf die Ratinger Strasse in der Düsseldorfer Altstadt gehen
die, die nicht in die Düsseldorfer Altstadt wollen
Natürlich kann man hier auch Wasser trinken. Natürlich gibt es
hier auch Pils. Aus Flaschen. Aber Alt geht schneller. Rufen,
Gucken, Trinken, Gucken. Und Grüßen, vor allem Grüßen. Die
Ratinger Strasse ist erst einmal nicht anders als all die anderen
Straßen in der Düsseldorfer Altstadt auch. Hier gibt es fast in
jedem Haus eine Kneipe, falsch, die Häuser sind Kneipen. Aber vor
allem gibt es hier im Sommer, aber auch zu jeder anderen
erträglichen Temperatur, spontane Menschenaufläufe...
...Die Ratinger, wie die Düsseldorfer sagen und die Straße einfach
weglassen, bildet das nördliche Ende der Altstadt, die sich selbst
die längste Theke der Welt nennt...
...Wie alle magischen Orte ist die Ratinger Straße ein Paradoxon.
Sie gehört zur Altstadt – aber hierher gehen die Leute, die nicht
in die Altstadt wollen. Das ist schon viele Jahre so und hängt
auch mit einem Gebäude zusammen, das in nur 100 Meter Entfernung
aufragt. Von der Kunstakademie kamen die Künstler einst in die
Strasse und besetzten die bürgerlichen holzgetäfelten
Wirtschaften, die Uel, das Einhorn, den Ratinger Hof. Sogar die
Pommesbuden waren legendär, solange die Punker hier ihr Bier
tranken. Dann wurde der Hof umgebaut, was einer Schließung
gleichkam. Die Punker wurden Musiker (Die Toten Hosen) oder
einfach 40-jährige Düsseldorfer (tote Hosen)...
(H.K. Süddeutsche Zeitung 2002)
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Die Ratinger - hier ist Düsseldorf ein bißchen zuhause
Ratinger Strasse
Heiligabend 2002, vormittags.
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Ratinger Straße (Foto: Ulli Ropken)
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Retematäng
"Als damals,
achtzehnhundertzwölf erum,
Dä Franzosekaiser Napolium,
Fröhmorjens, met Mann on Ross on Ware,
Koom dörch die Ratingerstroß jefahre,
Do hadden schonn zwanzig Wirtschafte op.
Dat wollt' so'nem Jrenadier nit en d'r Kopp.
Hä klatschten bejeistert en de Häng -
On reef op französisch: "Rue de Matäng"!
(Straße des Morgens) - on so ö paar Blare,
Zwesche die Päds on zwesche die Ware,
Frochten neujierisch demm Kniepmeiers Schäng:
"Wat hät dä jesaht?"
Do säht dä: "Retematäng".
Zitat: Jupp Schäfers
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"Dat Herta" vor ihrer Kneipe "En de Retematäng" 1991. Zum
Jahresende 1991 wurde die Kneipe für immer dicht gemacht. Foto:
RP
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Ratinger Hof
Carmen Knoebel übernahm 1974 den Ratinger Hof.
Um
1977 schwappte
der Punk nach Düsseldorf, von hier aus breitete sich die
Punkbewegung in Deutschland aus.
Der Ratinger Hof
ist seit 1985 kein Punk-Schuppen mehr. An Stelle der alten
Baracke wurde eine Schicke Diskothek (Stone) gebaut.
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Ratinger Hof 1979, Foto: RP
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Schnapsausschank Kreuzherrenecke
Düsseldorfs kreative
Elite hat seit Jahrzehnten einen Treffpunkt: den
»Schnapsausschank Kreuzherrenecke«, der 1954 eröffnet wurde.
Die Gäste der ersten Stunde waren die Studenten der
Kunstakademie – junge, noch unbekannte Künstler, Schauspieler,
Schriftsteller, Musiker und Journalisten. Das »Bobby«, wie die
Kneipe liebevoll nach einem der Wirte genannt wird, ist aber
rasch mehr als bloß ein Treffpunkt. Hier gewinnt ein
Lebensgefühl Raum, das auch nachfolgende Generationen teilen.
Noch heute wird in der kleinen Eckkneipe gefeiert, geschwoft,
diskutiert, geknobelt und manchmal auch auf dem Tisch getanzt.
(EMONS Verlag)
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Kreuzherreneck 1956, Foto:Fred Richter
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Ratinger Str. 30-36, vor 1920
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